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Datenschutz und die Veröffentlichung von Ergebnislisten im Internet, das ist ein Thema, bei dem viele verunsichert sind. Auch ich war es und habe daher erstmal recherchieren müssen. Hier das Ergebnis:

Datenschutz bei Ergebnislisten im Internet

Immer wieder ein Streitpunkt: Dürfen Sie Ergebnislisten im Internet veröffentlichen oder nicht? Der Bundesbeauftragte für Datenschutz hat zur Frage der Ergebnislisten im Internet klar Stellung genommen.
Eine Veröffentlichung von Ergebnislisten im Internet verstößt nicht gegen den Datenschutz. Begründung: Es liegen hier keine schutzwürdigen Interessen der Sportlerinnen und Sportler vor, die einer Veröffentlichung entgegenstehen könnten. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass sich die Angaben in den Ergebnislisten auf den Namen, das Ergebnis und die Platzierung beschränken.
Quelle: experto.de

 

Stellungnahme des DSB

Der DSB hat bereits 2009 zu diesem Thema Stellung genommen. Hier findet Ihr den kompletten Text als pdf-Datei.

 

 

Kunsturhebergesetz

§ 22
Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.

§ 23
(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
1.    Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
2.    Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
3.    Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
4.    Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.

(2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.

Quelle: Bundesministerium für Justiz http://www.gesetze-im-internet.de (Stand Dezember 2011)